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Janine Rösler

Gründungsmitglied, Projektförderung

Eigentlich fing alles damit an, dass Jürgen und ich uns Gedanken zu einem sozialen Projekt für unsere Kanzlei machen wollten. Das klassische Fußballprojekt? Zu langweilig. Dann kam Roland ins Spiel, mit Tina dann ein erstes Treffen zu viert – und plötzlich sprudelten die Ideen. Unsere Überzeugung: Impro tut jedem Kind gut – egal in welcher Schulform. In einer Welt voller Krisen, digitaler Reizüberflutung und wachsender Anforderungen brauchen junge Menschen mehr denn je Räume, in denen sie lernen, auf ihre innere Stimme zu hören, anderen wirklich zuzuhören und sich zu behaupten, wenn es darauf ankommt. Wir wollten dahin, wo dieser Bedarf am größten ist. An die Mittelschulen.

Nach den ersten Versuchen in der Wörthstraße und dem Feedback der Schulleitung wussten wir: Diese Idee macht Sinn. Impro gibt Schüler*innen Werkzeuge an die Hand, die der normale Schulbetrieb nicht vorhalten kann. Es ging uns sofort um Selbstbewusstsein, Integration, Kreativität, Toleranz – und darum, alle einzubeziehen, unabhängig von Herkunft, Wissen und Sprache.

Heute bin ich als Vorstand für alles zuständig, was mit Zahlen zu tun hat – vom Überweisen der Rechnungen bis zur Steuererklärung, von der Gemeinnützigkeit bis zum Fundraising. Nicht glamourös, aber unverzichtbar. Denn ohne solides Fundament kann die schönste Bühne nicht stehen. Was diese Arbeit für mich so besonders macht: der ständige Austausch mit den anderen Vorständen. Wir befruchten uns gegenseitig, bringen unterschiedliche Stärken ein – und bilden dabei ein wirklich wunderbares Team.

Zum Impro selbst kam ich durch einen Wochenendkurs, der mir mit einfachen Übungen gezeigt hat, wie sehr man sich manchmal selbst im Weg steht – und wie gut es tut, sich frei in Raum und Sprache zu fühlen. Mich begeistert, dass so einfache Spielformen alles auf das Wesentliche reduzieren: menschliches Miteinander, Respekt, Toleranz, Mitgefühl. Dass gegenseitiges Verständnis wachsen kann – mit Sprache, manchmal auch mit Schweigen.

Mein Herz schlägt für genau das. Und für unsere Trainer*innen, die ich jeden Tag aufs Neue bewundere: für ihre positive Haltung den Kindern gegenüber, ihre Geduld, ihre Kreativität und ihre innere Stärke.