Unsere Leitlinien
Bildung mit Haltung. Belegt mit Wirkung.
Werte stehen heute auf vielen Websites. Bei uns sind sie keine Dekoration, sondern Arbeitsgrundlage. Auf dieser Seite zeigen wir, wofür Impro macht Schule e.V. einsteht – und vor allem: woran wir es festmachen.
Wir bewegen uns dort, wo Bildung am dringendsten gebraucht wird: in Mittelschulen, Übergangs- und Übertrittsklassen, mit Kindern und Jugendlichen, deren Stimme im Bildungssystem oft zu leise klingt. Was wir tun, prüfen wir an dem, was es bewirkt. Wissenschaftlich. Spürbar. Mit Haltung.
Fünf Verpflichtungen. Ein Anspruch.
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Gesellschaftliche
Wirkung
Was messbar bewegt wird.
Vielfalt und
Chancengleichheit
Bühnen für die, die selten welche bekommen.
Lernen
und Entwicklung
Investition in beide Seiten der Bühne.
Nachhaltigkeit und
globale Verantwortung
Bildung für eine Welt, die weiterdenkt.
Vereinbarkeit von
Beruf und Familie
Was wir lehren, leben wir auch.
1. Gesellschaftliche Wirkung
Wir glauben nicht an Bildung als Privileg. Wir glauben an Bildung als Recht.
Improvisationstheater ist für uns kein Hobby, sondern Methode – und unsere Wirkung lässt sich nicht nur erzählen, sondern belegen. Seit 2012 schaffen wir Räume, in denen junge Menschen Persönlichkeit, Sprache und Demokratiefähigkeit entwickeln.
Was wir konkret tun:
- Improvisationstheater in fast der Hälfte aller Münchner Mittelschulen, dazu Schulen in Holzkirchen, Fürstenfeldbruck und Puchheim
- „Das improvisierende Klassenzimmer“ – ein vom Schulamt bestätigtes Pilotprojekt, das Improvisation fest in den Deutschunterricht integriert
- Jahresbegleitungen, Projekttage, Schnuppertage – flexible Formate für unterschiedlichste Bedarfe
- Enge Kooperation mit dem Schulamt München und der Ludwig-Maximilians-Universität

Belege unserer Wirkung:
- Bayerischer Integrationspreis 2021
- Anerkannter Träger der freien Jugendhilfe seit 2018
- Wissenschaftliche Evaluation der LMU München (Dr. Barbara Meyer, 2025): „Eine der wirksamsten Formen von Demokratiebildung.“
2. Vielfalt, Chancengleichheit und Teilhabe
Wir öffnen Bühnen für die, die selten welche bekommen.
Chancengleichheit beginnt für uns dort, wo das Bildungssystem an seine Grenzen stößt. Unser Pilotprojekt „Das improvisierende Klassenzimmer“ startete an einer Schule mit 90 % Migrationsanteil – und genau dort hat sich gezeigt, was Improvisation kann: Sie braucht keine perfekten Worte, sie braucht Mut. Sie wertet niemanden ab, sondern hebt jede Stimme.
Was wir konkret tun:
- Schwerpunkt auf Mittelschulen und Übergangsklassen, also auf Bildungsbiografien mit besonderen Hürden
- Verbale und nonverbale Spielformen – Sprache ist keine Voraussetzung, sondern ein Ergebnis unserer Arbeit
- Improvisationstheater als Schutzraum: Jede Idee zählt, kein*e Schüler*in wird zurückgelassen
- „Spielerisch kämpfen“ – ein interdisziplinäres Projekt für Gewaltprävention, Fairness und Respekt
- Themenmodule zu Zusammenleben, Konflikten und Perspektivwechsel

Belege unserer Wirkung:
- Lehrkräfte-Stimmen wie die von Linda aus der Mittelschule Rockefellerstraße: „Der Klassenzusammenhalt hat sich enorm verbessert. Die Schüler*innen fremdeln weniger und haben mehr Selbstbewusstsein darin entwickelt, sich zu öffnen.“
- Externe Anerkennung durch den Bayerischen Integrationspreis 2021
- Wissenschaftliche Begleitung durch die LMU München
3. Lernen und Weiterentwicklung
Wir investieren in Lernen – auf beiden Seiten der Bühne.
Unser Bildungsverständnis hört nicht beim Klassenzimmer auf. Wir entwickeln Kinder, Jugendliche und ihre Trainer*innen kontinuierlich weiter – damit sie nicht nur mit Improvisation umgehen, sondern mit dem Leben.
Was wir konkret tun:
Für Schüler*innen:
- Berufsorientierungs-Module: Bewerbungs-, Präsentations- und Moderationstraining
- Persönlichkeitsentwicklung: Kompetenztraining, Prävention, Teambuilding
- Kreativmodule: Improtheater, Hörbuch, Filmprojekt, Schreibwerkstatt, Poetry Slam
Für Trainer*innen:
- Sechsmodulige Weiterbildung zur Impro-Trainer*in mit Fokus auf Schule als Lern- und Lebensraum
- Inhalte: angewandte Improvisation, Gruppenleitung, Stimm- und Körperarbeit, Projektentwicklung, Krisenintervention
- Schwerpunkt auf Teilhabe, Persönlichkeitsentwicklung und pädagogischer Verantwortung
Für Lehrkräfte:
- Training von angehenden Lehrkräften z.B. für kritische Elterngespräche an der LMU
- Training von Refs im Quereinstieg an der LMU
- Fortbildung in Improvisationstheater und Improvisationspädagogik (aktuell in Entwicklung)
4. Nachhaltigkeit und globale Verantwortung
Wir bilden für eine Welt, die weiterdenken muss.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) heißt für uns: Junge Menschen lernen, wie Gesellschaft gelingen kann – inklusiv, gerecht, friedlich. Improvisation ist dafür ein erstaunlich passendes Werkzeug: Sie lehrt Perspektivwechsel, Konsensfindung und das Aushalten von Unterschieden – in Spielform.
Wir verstehen unsere Arbeit als Beitrag zu folgenden Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen:
Inklusive, hochwertige Bildung für alle, besonders an Mittelschulen
Gleichberechtigte Teilhabe in Sprache, Auftritt und Vereinbarkeit
Reduktion von Bildungsungleichheit, Stärkung benachteiligter Lebenswelten
Demokratiebildung, Gewaltprävention, Aushandlungsfähigkeit
Kooperation mit Schulen, Stiftungen, LMU, öffentlichen Trägern
5. Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Wir leben, was wir lehren: Räume, in denen sich Menschen entfalten dürfen.
Im Schauspiel- und Kreativbereich ist Vereinbarkeit von Beruf und Familie selten Realität. Drehzeiten, Probenpläne, Wochenendgastspiele – wer Kinder hat, fällt oft aus dem System. Bei uns nicht.
Wir setzen uns aktiv dafür ein, dass Eltern in unserem Team ihre Arbeit nicht gegen ihre Familie ausspielen müssen. Diese Haltung ist Teil unseres Selbstverständnisses, gerade weil wir mit Trainer*innen aus der freien Theaterszene arbeiten – einer Branche, in der Vereinbarkeit besonders schwierig ist.
Was wir konkret tun:
- Flexible Meeting-Zeiten, die sich am Babyschlaf und Familienrhythmus orientieren – nicht umgekehrt
- Elternzeit ohne Abgehängtwerden: Wer eine Auszeit nimmt, bleibt Teil des Teams und findet bei der Rückkehr Anschluss statt Distanz
- Flexibilität für Eltern: Wenn das Kind krank ist, hat Familie Vorrang – ohne Erklärungsdruck
- Ehrlicher Umgang mit Lebensphasen: Schwangerschaft, Elternzeit, Wiedereinstieg sind bei uns keine Karriere-Bremsen, sondern Teil unserer Realität
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SCHÜLER*INNEN TRAINIERT46
SCHULEN14
JAHRE ERFAHRUNGAus Werten werden Wirkung. Wenn wir Unterstützung bekommen.
Ihr Beitrag gibt Kindern eine Stimme.
Diese Verpflichtungen sind unser Anspruch – und unser täglicher Auftrag. Damit wir ihn weiter erfüllen können, brauchen wir Menschen und Organisationen, die mitziehen. Werden Sie Förderer oder Sponsorin – jede Förderung finanziert konkrete Kurse, Projekttage und Trainer*innen-Stunden. Sie suchen ein gemeinnütziges Partnerprojekt für Ihr Unternehmen oder Ihre Stiftung? Lassen Sie uns reden.