Zum Inhalt springen

Fortbildung für Lehrkräfte

FORTBILDUNGSANGEBOT FÜR (ANGEHENDE) LEHRKRÄFTE

Angewandte Improvisation als Methode für professionelles Lehren und Lernen

Impro macht Schule arbeitet seit vielen Jahren mit Methoden der Angewandten Improvisation an Schulen aller Schularten. Seit 2024 bestehen Kooperationen mit der Lehramtsausbildung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Unsere Angebote reichen von Projekten im Regelunterricht über Ganztagsangebote bis hin zu Fortbildungen für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte.

Angewandte Improvisation nutzt Methoden aus Improvisationstheater, Theaterpädagogik und Schauspiel, um Lern- und Entwicklungsprozesse anzuregen. Durch das gemeinsame Erleben, Spielen, Reflektieren und Ausprobieren werden Inhalte nicht nur besprochen, sondern unmittelbar erfahrbar gemacht. Dies ermöglicht Perspektivwechsel, stärkt die Selbstwirksamkeit und unterstützt nachhaltige Lernprozesse.

Im Mittelpunkt steht die Persönlichkeitsentwicklung von Lehrkräften und Schüler*innen. Die Teilnehmenden erleben neue Handlungsmöglichkeiten, reflektieren ihre Rolle im Schulalltag und entwickeln gemeinsam Lösungsansätze für konkrete Herausforderungen.

Unser Team verfügt je nach Projekt über Zusatzqualifikationen in den Bereichen Lehramt, Systemisches Coaching, Stimm- und Sprecherziehung, Feel-Good-Management, Clownerie, Schauspiel, Theaterpädagogik, Kommunikation, Musik, Rehasport und Persönlichkeitsentwicklung.

Wir verstehen Lehrerfortbildungen nicht als Wissensvermittlung, sondern als Erfahrungsräume, in denen Lehrkräfte ihre eigenen Kompetenzen entdecken, erweitern und unmittelbar für ihren Schulalltag nutzbar machen.

für Studierende

für den Quereinstieg

für Lehrkräfte im Beruf

Kritische Situationen im Klassenzimmer meistern

Immer häufiger stehen Lehrkräfte vor herausfordernden Situationen im Unterricht. Konflikte, emotionale Ausbrüche, Störungen oder schwierige Gruppendynamiken führen oft zu dem Gefühl, mit diesen Herausforderungen allein umgehen zu müssen.

In dieser Fortbildung bringen die Lehrkräfte konkrete Situationen aus ihrem Schulalltag mit. Gemeinsam werden diese analysiert, reflektiert und spielerisch bearbeitet. Ziel ist es, sichtbar zu machen, welche Handlungsmöglichkeiten bereits vorhanden sind und wie diese gezielt erweitert werden können. Durch Methoden der Angewandten Improvisation erleben die Teilnehmenden Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven – aus Sicht der Kinder, der Lehrkräfte und weiterer Beteiligter. Die Situationen werden gespielt, reflektiert und gemeinsam weiterentwickelt.

Schwierige Elterngespräche professionell führen

Elterngespräche gehören zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Schulalltag. Konflikte, unterschiedliche Erwartungen, emotionale Belastungen oder schwierige Gesprächsdynamiken können Lehrkräfte stark fordern.

In dieser Fortbildung arbeiten wir mit realitätsnahen Simulationen. Schauspielende übernehmen die Rolle von Eltern und stellen typische Gesprächssituationen aus dem Schulalltag dar. Die Lehrkräfte können verschiedene Gesprächsstrategien erproben und erhalten unmittelbares Feedback. Begleitet wird der Prozess durch erfahrene Dozent*innen von Impro macht Schule. Gemeinsam werden Gesprächsverläufe analysiert, Handlungsmöglichkeiten entwickelt und hilfreiche Kommunikationsstrategien erarbeitet.

Präsenz, Stimme und Haltung im Schulalltag

Lehrkräfte sind täglich hohen Anforderungen ausgesetzt. Sie führen Gruppen, moderieren Konflikte, schaffen Lernräume und stehen dabei oft über viele Stunden hinweg im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

In dieser Fortbildung beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der Wirkung ihrer Haltung, ihrer Körpersprache und ihrer Stimme. Mithilfe von Methoden aus Improvisation, Schauspiel und Angewandter Improvisation werden Möglichkeiten erarbeitet, wie Lehrkräfte mit weniger Kraftaufwand mehr Präsenz entwickeln und gleichzeitig ihre Stimme schonen können. Die Teilnehmenden erleben praktisch, wie Haltung, Statusverhalten, Kommunikation und Humor den Unterricht beeinflussen.

Haltung und Humor als Ressource im Schulalltag

Humor im Unterricht ist keine Frage der Persönlichkeit – er ist eine professionelle Kompetenz, die sich gezielt entwickeln und einsetzen lässt. Lehrkräfte, die wissen, wie sie Spannung im Klassenzimmer durch einen gezielten Impuls auflösen, eine festgefahrene Situation durch Leichtigkeit neu öffnen oder ihre eigene Haltung in Stressmomenten bewusst regulieren, verfügen über konkrete Handlungsmöglichkeiten – nicht nur über eine gute Einstellung.

In dieser Fortbildung werden genau diese Techniken trainiert. Anhand realer Situationen aus dem Schulalltag der Teilnehmenden erarbeiten wir, wann und wie Humor als Interventionswerkzeug wirkt, wie Haltung und Körpersprache die Dynamik im Raum verändern und wie Lehrkräfte auch unter Druck handlungssicher bleiben können. Die Methoden der Angewandten Improvisation ermöglichen dabei unmittelbares Erleben und Ausprobieren – kein Rollenspiel auf Anweisung, sondern ein Erfahrungsraum, in dem neue Reaktionsmuster konkret entwickelt und für den nächsten Schultag nutzbar gemacht werden.

Darstellendes Spiel und Angewandte Improvisation im Unterricht

Der LehrplanPlus stellt Kompetenzorientierung ins Zentrum: Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur Wissen aufnehmen, sondern es anwenden, kommunizieren, reflektieren und weiterentwickeln. Methoden aus der Theaterpädagogik und der Angewandten Improvisation sind dafür besonders geeignet – sie aktivieren genau die prozessualen und sozialen Kompetenzen, die im Lehrplan gefordert, im Frontalunterricht aber oft schwer erreichbar sind.

In dieser Fortbildung lernen die Teilnehmenden erprobte Übungsformate, Spiele und Anwendungsbeispiele kennen, die sich direkt in den Unterricht integrieren lassen. Die Dozent*innen zeigen, wie diese Methoden an unterschiedliche Fächer, Jahrgangsstufen und Lernziele angepasst werden können – und wie damit konkrete Kompetenzen aus dem LehrplanPlus erfahrbar und überprüfbar gemacht werden. Im gemeinsamen Arbeiten entwickeln die Lehrkräfte eigene Anwendungsmöglichkeiten für ihren Unterricht. Dabei wird gespielt, ausprobiert, reflektiert und weiterentwickelt. Ziel ist ein erweiterter Methodenkoffer, der sich im nächsten Unterricht direkt einsetzen lässt.