Als Regisseurin hat Klaudia Schmitt früh etwas verstanden, das im Klassenzimmer genauso gilt wie auf der Bühne: Allein denkt man sich niemals so viel aus wie gemeinsam. Die Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin entwickelt ihre Produktionen fast immer aus der Improvisation heraus – und bringt genau diesen Freiraum für Fantasie in ihren wöchentlichen Kurs an einem Förderzentrum. Warum Verwunderung zu ihren liebsten Momenten gehört, was ein selbst aufgenommener Rap mit Selbstvertrauen zu tun hat und wieso ihr Impro-Schulfach „In doubt – do it!“ heißen würde, erzählt sie in ihrem persönlichen Interview.
Wer bist du und warum Impro?
Ich bin Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin. Meine professionellen Produktionen sind zumeist Stückentwicklungen, auch dort arbeite ich sehr viel mit Improvisationen. Meine eigene Theaterlaufbahn hat mit Stückentwicklungen begonnen. Ich liebe den Freiraum für Fantasie und habe im Laufe meiner Theaterarbeit verstanden, dass ich mir allein als Regisseurin niemals soviel unterschiedliche Dinge ausdenken kann wie wenn alle in der Produktion daran beteiligt sind. Das begeistert mich!
Was bedeutet Impro für dich – persönlich und im Schulkontext?
Freiraum, Fantasie, Vielfalt, Frische, Verwunderung, Fun
Was machst du bei Impro macht Schule – und wie erlebst du deine Arbeit?
Ich mache einen regelmäßigen Schulkurs an einem SFZ. Ich habe aber auch schon Schultheatertage und Projektwochen für Impro macht Schule begleitet. Bei der Aufnahme eines RAPs habe ich erlebt, wie verwundert die Schüler*innen darüber waren, wie gut sich ihr Song am Ende angehört hat.
Impro ist für mich …
… Freiheit und die Möglichkeit von großartigem gemeinsamen Erleben.
Was lernen die Schüler*innen durch Impro – und was du selbst?
Sich spielerisch etwas zutrauen, sich selbst überraschen, respektvoll miteinander umgehen, Selbstvertrauen gewinnen.
Drei Worte, die deine Impro-Arbeit beschreiben:
Intensiv, fordernd, humorvoll.
Wenn Impro ein Schulfach wäre, würde es …
… „In doubt – do it!“ heißen. Beinhalten wurde es: sich ausprobieren mit Stimme, Körper und Fantasie. Und lehren würden Menschen, die selbst intensive, am besten professionelle, Impro-Erfahrung haben.
Was inspiriert dich (außer Impro)?
Menschen in Alltagssituationen. Es gibt so viele skurrile und liebenswerte, aber auch schwierige und zu reflektierende Lebenssituationen, die wir nur wahrnehmen müssen.

